Du sitzt gerade an oder kurz vor deiner Fragebogenerstellung und wunderst dich, wie du am besten vorgehen sollst? Dann freu ich mich, dir die wichtigsten Punkte näher zu bringen, die du unbedingt beachten solltest.

  1. Die wichtigsten soziodemographischen Daten erfragen

Geschlecht, Alter & Bildungsstatus

  1. Deine Fragen möglichst kurz und verständlich formulieren.
  2. Dein Skalenniveau gut wählen.

Dabei ist es sinnvoll, möglichst so zu fragen, damit du am Ende eine intervallsklalierte Variable bekommst. Als Beispiel kann man hier das Alter nehmen.

Variante 1: Wie alt bist du?

  • 18-25 Jahre
  • 26-35 Jahre
  • 36-45 Jahre
  • 46-55 Jahre
  • 56-65 Jahre

Du bekommst also eine ordinalskalierte Variable, da du das Alter in Gruppen aufteilst. Mit dieser Variable kannst du dann zum Beispiel keine Pearson Korrelation mehr rechnen, da diese eine intervallskaliert Variable als Voraussetzung sieht. Du müsstest dann auf den Spearman Test ausweichen. Das könntest du dir allerdings ersparen, wenn du gleich so fragst, dass du am Ende eine intervallskalierte Variable bekommst (siehe Variante 2).

Variante 2: Wie alt bist du (in Jahren)? ________

Du fragst also offen und bekommst eine beliebige Zahl. Das Gute dabei ist, dass du jetzt eine metrische, intervallskalierte Variable hast. Du kannst diese Variable aber trotzdem noch nach Bedarf in die verschiedenen Altersgruppen (siehe Variante 1) zuteilen und z.B. ein Balkendiagramm zur Veranschaulichung erstellen. Eine intervallskalierte Variable kann man nämlich sehr einfach in eine ordinalskalierte Variabel umändern, andersherum geht das aber leider nicht mehr.

  1. Deine Antworten richtig abstufen

Eine gängige Methode, um der Versuchsperson mögliche Antworten zu liefern ist die Likert Skala. Dabei sollten mindestens 5 Ausprägungen verwendet werden, um von einer intervallskalierten Variable ausgehen zu können. Wichtig ist dabei, dass die geringste Zustimmung auch immer ganz links steht. Also das Online Tool automatisch der geringsten Zustimmung auch den geringsten Wert zuteilt. Orientiere dich dabei also nicht an Schulnoten. Denn sonst hast du bei der Berechnung nachher eine totale Verwirrung und müsstest zum Beispiel folgendes schreiben:

„Die Frauen zeigen einen höheren Mittelwert, als die Männer. Ein höherer Mittelwert bedeutet hier jedoch eine geringere Zustimmung.“ Um dir das zu ersparen, konzipier deinen Fragebogen gleich so, dass die geringste Zustimmung auch den kleinsten Wert bekommt.

Das wars auch schon! Ich hoff ich konnte dir weiterhelfen und du kannst die Punkte gut umsetzen.
Falls du noch Fragen hast, melde dich gerne jederzeit bei mir!

Alles Liebe,
Theresa